Krankheitsverlauf

Die chronische Niereninsuffizienz ist eine der häufigsten Todesursachen bei Katzen. Sie bezeichnet den fortschreitenden Verlust der Filtrationsleistung der Nieren. Laut Statistiken sollen ca. 3-5% aller Katzen betroffen sein. Allerdings entwickeln besonders häufig Katzen über 12-15 Jahren eine chronischen Niereninsuffizienz.  Der Krankheitsverlauf der chronischen Niereninsuffizienz ist tödlich. Dennoch können Katzen, bei frühzeitiger Diagnose, noch monate- oder gar jahrelang gut leben. Untersuchungen zufolge sollen etwa die Hälfte der Tiere auch nach zwei Jahren noch leben, bei regelmäßiger tierärztlicher Überwachung und guter Therapie kann die Lebenserwartung der Katzen auf über drei Jahre ansteigen. Bei den meisten Katzen wird die chronischen Niereninsuffizienz jedoch erst in einem späteren Stadium festgestellt. Meist dann, wenn sich bereits auffällige Symptome zeigen. Erste Warnzeichen sind Gewichtsabnahme, vermehrter Durst oder verringerte Futteraufnahme. Diese werden vom Halter oft nicht erkannt.

Symptome bei einer Chronischen Niereninsuffizienz

Bei einer von einer chronischer Niereninsuffizienz betroffenen Katze, lassen sich verschiedene, unspezifische Symptome  beobachten. Appetitverlust, Übelkeit, Lethargie, Gewichtsverlust, vermehrtes Trinken sowie vermehrter Harnabsatz sind die häufigsten Krankheitsbilder. Auch blasse Schleimhäute  aufgrund einer Blutarmut, Durchfall, Mundgeruch und Retinaveränderungen wegen des hohen Blutdrucks sind nicht selten. Bevor sich Verschiebungen im Blutbild nachweisen lassen, trinkt und uriniert die Katze bereits auffällig viel. Kalziumabbau aus den Knochen und Vitamin-D-Mangel sind häufige Anzeichen für eine chronische Niereninsuffizienz. In späterem Krankheitsverlauf zeigen sich Bluthochdruck, ein hoher Phosphatwert bzw. seltener auch ein hoher Kaliumwert im Blut. Bei aller Liebe zu seinem Tier sollte man seinen Liebling nicht leiden lassen und wenn es so weit ist vom Tierarzt erlösen lassen.

Ursachen der Chronischen Niereninsuffizienz

Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz ist nicht eine bestimmte Krankheit, sondern die Folge von Erkrankungen. Sie ist die Folge von schädlichen Einflüssen auf die Niere. Die Auslöser werden in angeborene und erworbene Faktoren unterteilt. Als angeborene Ursache kommt z.B. die polyzystische Nierenerkrankung in Betracht. Erworbenen Ursachen, die zu einer Chronische Niereninsuffizienz führen können sind vielfältig. Das können Nierenentzündungen, Nierentumore, Nierensteine, Nierenzysten usw. sein. Außerdem können Infektionen, Vergiftungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Krebs oder Bluthochdruck im Verlauf eine Chronische Niereninsuffizienz verursachen. Die Überfunktion der Schilddrüse steht ebenso in Verdacht, an der Entwicklung einer Chronische Niereninsuffizienz beteiligt zu sein. Unentdeckte und unbehandelte bakteriell bedingte Erkrankungen, wie z.B. Zahnerkrankungen, können die Funktion der Nieren beeinträchtigen. Auch die Fütterung mit Trockenfutter und eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, schlechte Proteinqualität, verschobener Harn-PH sowie einer zu hohen Phosphataufnahme, mit der Nahrung, ist eine wahrscheinliche Ursache.