Bis vor wenigen Jahren wurde noch empfohlen, dass man die Ernährung einer Katze mit einer chronischen Niereninsuffizienz auf ein Katzenfutter mit reduziertem Eiweißgehalt umstellen sollte.

Nierendiätfutter enthalten in der Regel weniger Eiweiß und Phosphor. Weniger Eiweiß verursacht weniger Abbauprodukte. Weniger Phosphor bzw. Phosphat entlastet die Nierefunktion da sie nicht ausgeschieden werden Müssen. Auch wir haben unseren Kater so ernährt, es ging ihm damit auch nicht schlecht. Allerdings stellten wir auch fest, das er mit der Zeit Muskelmasse abgebaut hat.

Mittlerweile weiß man durch verschiedene Studien, dass besonders nierenkranke Katzen einen erhöhten Eiweißbedarf haben. Wichtig ist, dass das Futter besonders hochwertiges leichtverdauliches tierisches Eiweiß enthält. Gerade zu Beginn der Erkrankung ist diese Ernährung die bessere Option.

Katzenfutter mit hohem Fleischgehalt

Mittlerweile gibt es durchaus auch Nierendiätfutter  für Katzen, die einen hohen Anteil leicht verdaulichen Eiweißes haben. Man muss hier allerdings schon etwas danach suchen, da die meisten Nierendiätfutter eher einen geringeren Eiweißgehalt haben.

Alternativ kann man aber auch sehr hochwertige Katzenfutter geben und zusätzlich dazu einen Phosphatbinder . Einige Katzenfutter haben Fleischanteile von über 90% das ist für Katzen die reine Fleischfresser sind natürlich das Optimum. Dieses Futter bekommen mittlerweile unsere Katzen auch ohne das sie krank sind. Es bekommt ihnen sehr gut.

Man kann seiner nierenkranken Katze sowohl Nass- als auch Trockenfutter geben. Wichtig ist hier immer ausreichend Wasser anzubieten. Was wir auf jeden Fall empfehlen ist ein Trinkbrunnen für Katzen. Die Katzen trinken dadurch mehr und der Urin ist dadurch weniger konzentriert, was wiederum die Nieren entlastet.

Ernährung mit Rohfutter nach BARF

Auch für eine nierenkranke Katze kann eine Rohfutter Ernährung nach BARF eine Option sein. Da Katzen reine Fleischfresser (Karnivoren) sind ist dies eine der besten Ernährungsformen. Katzen sind Raubtiere und das optimale Futter für eine Katze ist eine selbst gefangene Maus. Aus einer Maus kann eine Katze alle notwendigen Nährstoffe wie Eiweiß, Mineralien, Fette und Vitamine erhalten. Für diese Art der Ernährung ist der Verdauungsapparat von Katzen optimal ausgelegt.

Obwohl die BARF Ernährung sehr nah an die natürliche Ernährung von Katzen herankommt, ist sie für den Katzenhalter auch am schwierigsten umzusetzen.

Bei rohem Fleisch ist die Gefahr von einer Kontamination mit Bakterien besonders groß. Idealerweise kauft man das Fleisch täglich frisch vom Metzger seines Vertrauens. Da dies nicht für jeden möglich ist, für den gibt es verschiedene Angebote mit portioniertem Frostfutter aus verschiedenen Fleischsorten. Die Fleischportionen sollten man dann am besten einen Tag vor dem Füttern im Kühlschrank auftauen.

Vitamine und Mineralien zur Rohfleischfütterung nach BARF

Wenn man rohes Fleisch nach BARF füttert, reicht dies allein noch nicht aus. Es fehlen dann verschiedene Vitamine und Mineralien, die eine Katze durch das Fressen einer Maus, durch deren Knochen und vorverdaute pflanzliche Nahrungsbestandteile der Maus erhält.

Dafür gibt es BARF Supplements , die diese fehlenden Vitamine und Mineralien ergänzen. Auch bei vielen industriell hergestellten Katzenfuttern werden diese Zum Teil ergänzt, weil sie bei der Herstellung verloren gehen. Bei einer Katze mit einer chronischen Niereninsuffizienz, muss dann auch noch Phosphatbinder gegeben werden um die Nieren zu entlasten.

Einweiß reduziertes Nierendiätfutter

Aktuelle Nierendiätfutter enthalten wenig Fleisch und damit auch wenig tierisches Eiweiß. Als Füllstoff werden pflanzliche Bestandteile wie Getreide, Gemüse und Pflanzenfasern verwendet. Das ist dann auch genau das Problem. Katzen sind reine Fleischfresser und können pflanzliche Kost kaum verwerten. Bestenfalls werden diese Futter Bestandteile nicht verwertet und wieder ausgeschieden. Wenn das Futter aber viel Getreide enthält können sich sogar noch Folgeerkrankungen wie Diabetes entwickeln. Wir haben festgestellt, dass unser nierenkranker Kater immer sehr viel von diesem Futter fressen musste um satt zu werden.

Der geringere Eiweiß und Phosphoranteil eines Nierendiätfutters entlastet die Nieren und die Katzen fühlen sich dadurch auch schnell besser. Meist ist diese Ernährung aber zu Beginn der Erkrankung noch nicht notwendig. Durch den geringeren Eiweißanteil in der Nahrung bauen die Katzen leider relativ schnell Muskulatur ab. Wir konnten dies auch bei unserem nierenkranken Kater beobachten.

Erst wenn sich die Nierenwerte durch ein hochwertiges Futter in Kombination mit einem Phosphatbinder und z.B. der SUC Therapie nicht verbessern lassen, sollte man die Ernährung auf eine Eiweiß reduzierte Nierendiät umstellen.


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Letzte Aktualisierung am 27.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API