Jeder Organismus benötigt Phosphor zur Energiegewinnung, für den Stoffwechsel und für Umbau- und Reparaturvorgänge in den Zellen. In Nahrungmitteln und auch im Katzenfutter kommt Phosphor in gebundener Form als Phosphat vor. Katzenfutter enthält durch den hohen Anteil an tierischem Eiweiß relativ viel Phosphat. Häufig wird durch die Futterhersteller dem Futter aus technischen Gründen auch noch zusätzlich Phosphat zugesetzt.  Bei gesunden Katzen ist der hohe Phosphatgehalt im Futter normalerweise kein Problem.  Zuviel Phosphat wird vom Organismus einfach über die Nieren ausgeschieden.

Bei Katzen mit einer chronischen Niereninsuffizienz kann das Überangebot an Phosphat aus dem Futter aber nicht mehr ausreichend durch die Nieren ausgeschieden werde. In Folge dessen steigt der Phosphatspiegel im Blut.  Im weiteren Krankheitsverlauf wird durch den hohen Phosphatspiegel im Blut, Kalzium aus den Knochen herausgelöst. Das Kalzium lagert sich dann in den Organe und Blutgefäßen ab und führt damit zwangsläufig zu deren Verkalkung.

Zu Beginn der Behandlung sollte man eher auf ein besonders hochwertiges Katzenfutter mit einem sehr hohem Fleischanteil wechseln, da die Katzen einen sogar höheren Bedarf an Eiweiß haben. Besonders empfehlenswert ist das Katzenfutter von Mjamjam . Dieses Katzenfutter hat einen Fleischanteil bis zu 99%. Für ein industriell hergestelltes Futter geht es kaum besser.

Auch die BARF Ernährung ist eine gute Option zur Ernährung für eine Katze mit einer chronischen Niereninsuffizienz. Allerdings ist bei dieser Form der Ernährung die Hygiene besonders wichtig. Außerdem braucht man auch bei der Rohfutter Ernährung einen Phosphatbinder um den Phosphatanteil zu verringern und damit die Nieren zu entlasten.

Zu Beginn der Erkrankung, wo es den Katzen meist nicht gut geht empfehlen wir außerdem die Gabe von Recoactiv Renaltan , um die Katzen wieder aufzupäppeln . Das Recoactiv enthält neben einem Phosphatbinder ein Stärkungsmittel, dass unter anderem den Appetit der Katzen wieder anregt. Wir haben das Mittel unserem Harry zu Beginn der Erkrankung gegeben. Nach zwei Tagen ging es ihm deutlich besser und er hat auch wieder gefressen.

Der Tierarzt wird im späteren Verlauf der Erkrankung, wenn der Phosphatbinder und z.B. die SUC-Therapie allein zur Verbesserung bzw. der Erhaltung der Nierenfunktion nicht mehr ausreichen, eine Umstellung auf ein eiweißreduziertes Nierendiätfutter empfehlen.

Phosphatbinder werden z.B. aber auch in der Humanmedizin bei  Dialysepatienten eingesetzt. Auch hier geht es darum Phosphat zu binden und zu verhindern, dass sich Kalzium in den Blutgefäßen und Organen ablagert.


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Letzte Aktualisierung am 12.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API